Kopie des Manifests vom norwegischen Killer Anders Behring Breivik

25. Juli 2011

Für jene die in den Weiten des Internet nach dem >1500 seitigen Manifest des norwegischen Killers Anders Behring Breivik suchen, weisen wir auf die englische wikipedia Seite von ihm hin. Am Ende der Seite ist dort ein Link zu einer Kopie seines Manifests.

Mehr Infos zum Download dieses Manifests sind auch hier zu finden.

Dies für diejenigen, die sich seinen Text anschauen möchten, wenngleich wir die Vermutung hegen, dass es wohl wenige bis keine Texte gibt, die weniger lesenswert sind als sein Text. Der Typ ist schließlich verrückt. Da gibt es nicht viel weiter zu analysieren.

Wir verweisen außerdem auch zu unserem anderen Blog über den 500 Jugendlichen.“ target=“_blank“>Norweger und sein Attentat auf das Osloer Regierungsviertel und die >500 Jugendlichen..

Juli 2011: Machen immer neue Hilfspakete für Griechenland Sinn?

25. Juli 2011

Die Antwort auf die Frage im Titel ist nicht sehr leicht. Zuerst muss präzisiert werden: Für wen? Für Griechenland, Europa, die Banken, die Industrie, den Ottonormalbürger in Deutschland, die Politiker? Mit Hinblick auf welchen Zeitraum: Jetzt? Die nächsten 12 Monate? 5 Jahre? 50 Jahre?

Nun, erstens gilt festzuhalten: Unter prominenten Wissenschaftlern, die kein direktes Interesse haben an einer Pleite oder Nichtpleite des südost-europäischen Landes, gibt es viel mehr Kritiker der Rettungspakete, als solche die dies unterstützen – man vergleiche dazu auch die fünf Wirtschaftsweisen aus Deutschland. Ihr Argument: Die griechische Wirtschaft und der Staatsbetrieb ist so marode, dass eine Erholung von Innen heraus fast unmöglich scheint. Deswegen sei ein Schuldenschnitt, z.B. auf 40 bis 50 Prozent der momentanen Schuldenlast zu bevorzugen. Früher oder später müsse es sowieso zu einem Schuldenschnitt kommen. Das wesentliche Argument dabei ist: Die Sparpakete, welche Griechenland in Verbindung mit den günstigen Krediten abverlangt werden, würgen die marode Wirtschaft dort noch mehr ab. Wenn also dieses Land im Jahr 2010 und 2011 keinen finden konnte, der ihm zu Nicht-Wucherzinsen Kredit geben würde, dann wird dies auch in naher Zukunft nicht so leicht passieren, da die Weltlage einerseits sich verbessern mag, die Wirtschaft wird sich in Griechenland aber mit den Sparpaketen stetig verschlechtern.

Insofern bevorzugen diese Wissenschaftler lieber einen Dämpfer für das europäische Wirtschaftsboot, eine kurzfristige Krise, anstatt, dass man über die nächsten 10 Jahre mit eingeschlagenem Anker durch die Weltmeere fährt – immer mit der potentiellen Gefahr, dass noch weitere Anker geworfen werden müssen, weil die Strafe für unwirtschaftliches Handeln nicht so massiv ausfällt, wie sie ausfallen sollte, um mögliche Nachahmer genügend abzuschrecken.

Auch bei Politikern, die momentan nicht an der Macht sind, ist es sehr auffallend, dass diese stärker gegen diese Beschlüsse sind, als solche, die an der Macht sind. Dies mag populistische Gründe haben: Da sie keine Verantwortung tragen, sagen sie einfach nur das, was gut im Volk ankommt. Oder aber der Grund ist, dass sie nüchterner und objektiver an die Sache herangehen können. Schließlich werden sie für ein potentielles, kurzzeitiges Schrecken, welches auf eine Pleite folgen würde, nicht direkt durch die unwissenden Wähler durch Abwahl bestraft. Und so können sie sich mehr auf das langfristige Wohl des Volkes konzentrieren. Ein dritter Grund ist: Sie genießen den Luxus an der Seitenlinie zu stehen ohne sich mit den wirklichen Folgen zu beschäftigen. Sie lesen einfach nicht die langen Analysen bzgl. der Auswirkungen einer Staatspleite eines Euromitglieds.

Es wird also weiterhin spannend bleiben, wie sich die Krise in Griechenland entwickelt und wohin sich der Rettungsschirm von Europa entwickeln wird, Stichwort: Transferunion und Eurobonds. Schließlich handelt es sich nicht nur um eine ökonomische Krise, sondern auch eine massiv politische, in Griechenland, wie auch im Rest Europas, welches von Deutschland und Frankreich dominiert wird. Wenn man jedenfalls für den nächsten Griechenurlaub Drachmen benötigt anstelle von Euros, so werden wir unsere Leser frühzeitig informieren…

USA Schuldenkrise: Weltende schon vor 2012?

25. Juli 2011

Die leichte Antwort auf die Frage im Titel: Nein. Begründung: Die Maya, ihrerseits Hochkultur, lassen sich von Barack Obama, seinerseits US-Präsident, doch nicht ins Handwerk pfuschen.

Aber Spaß bei Seite. Einerseits wird von manchen Experten, z.B. George Soros, seinerseits Milliardär, der derzeitige Kampf zwischen Demokraten und Republikanern als Theater eingestuft, und mit einem gütlichen Ende gerechnet. Und zwar vor der Deadline, dem 2. August 2011.

Aber selbst wenn kein Deal zu Stande kommt und einige Verpflichtungen an dem Tag und den Tagen danach nicht bedient werden können; die Gläubiger von US-Schuldpapieren (Staatsanleihen) werden wohl die letzten sein, welche auf Geld verzichten bzw. warten müssen; dies um die Unruhe an den Finanzmärkten gering zu halten.

Andererseits sollte man bedenken: Wenn ein Staat seine Schulden nicht zurückbezahlt, so ist das gesamtwirtschaftlich und -gesellschaftlich gesehen keine so schlimme Sache. Schließlich bleiben jegliche festen Vermögensgüter auf dieser Erde gleich (Straßen, Häuser, …). Der einzige Effekt ist eine Störung in der Effizienz des Wirtschaftssystems und des Zusammenlebens verschiedener Parteien, woraufhin insgesamt wohl die Effizienz der gesamten Wirtschaft leicht reduziert wird (Stichwort: geringeres Vertrauen zwischen verschiedenen Geschäftspartnern; im Falle von Banken kann dies schnell eine Bankpleite verursachen). Es gibt aber keinen Grund die Effekte auf die Wirtschaft zu überschätzen. Im Gegensatz dazu hat z.B. das Erdbeben inkl. Tsunami in Japan, 2011, tatsächlichen direkten Schaden an der Infrastruktur bewirkt, für den Millionen Arbeitsstunden von Menschen nötig sein werden, um alles wieder auf den alten Status quo zu bringen (Sicher: Wenn sich zwei Partner nicht gegenseitig vertrauen wird für das gleiche Geschäft manchmal das doppelte an Arbeitsstunden nötig sein, aber…).

Die Geschichte hat wiederholt gezeigt, dass die menschlichen Gesellschaften auch Staatspleiten vergleichsweise einfach und schnell verkraften können – den Menschen bleibt ja nichts anderen übrig.

Der Super-Killer aus Norwegen: Neue Gesetze nötig?

25. Juli 2011

Die Antwort auf die Frage im Titel ist simpel: Nein. Denn der Typ ist offensichtlich verrückt. Dazu gibt es nichts weiter zu sagen. Oder zu analysieren.

Oder doch? Naheliegend wäre es zumindest darüber nachzudenken, wie sich das Zusammenleben in einem freiheitlichen System so organisieren lässt, dass die Verrückten (von denen wird es wohl immer welche geben müssen) nicht zu viel Schaden anrichten können. Stichwort: Kein Zugriff zu Waffen oder sonst irgendwas, was anderen schaden könnte. Das Problem dabei ist, dass Dinge, die schädlich sein können sowohl zum Guten als auch zum Schlechten verwendet werden können (Stichwort im Falle des Killers aus Norwegen: Kunstdünger; aus diesem wurde ggf. die Bombe gebaut, welche im Regierungsviertel von Oslo hochgegangen ist). Weiterhin kann man sich Methoden überlegen, um Verrückte ggf. frühzeitig zu erkennen und zu beobachten – womöglich ist die Anzahl selbiger jedoch zu groß und es ist schwer zu beurteilen, welche wirklich gefährlich sein könnten (für eine Auswahl an Verrückten google man das Internet nach irgendeiner absurden These…).

Weitere Artikel zum Mörder Anders Behring Breivik aus Norwegen kann man unter auf Bild.de, oder auf derWesten-Nachrichten, oder im Hamburger Abendblatt nachlesen.

Aus einigen Diskussionen geht hervor, dass manche den Täter lieber tot sehen würden, Stichwort Todesstrafe, als dass er weiterhin lebt und ggf. noch aus der Öffentlichkeit profitiert oder sich dieser erfreut, indem er seine verrückten Thesen jetzt der Weltöffentlichkeit vorstellt. Nun, die Befriedigung, welche aus solcher Rache bei manchen Menschen geweckt wird, konnten wir sowieso noch nie nachvollziehen. Das Wichtigste ist aber: Die Zerstörung, die dieser Mensch bei den Opfern und ihren Hinterbliebenen verursacht hat, wird aus jedweder Rache nicht wieder gut gemacht. Diese bleibt. Leider.

Im Moment ist der Täter jedenfalls in Isolationshaft, von da aus kann er vorerst keinen weiteren Schaden mehr anrichten.

Wie melde ich mich beim Facebook-Konkurrent Google+ (inkl. Google Circles) an?

30. Juni 2011

Google hat eine Alternative zu Facebook gebaut: Google+ (ein Tool welches aus verschiedenen Komponenten besteht wie Google+ Circles, Google+ Hangouts, Google+ Sparks, …). Nachdem wir viel darüber gelesen haben, wollten wir uns dort nun anmelden, was jedoch zur Zeit nicht so ohne Weiteres zu gehen scheint. Im Moment läuft nämlich eine Betaversion und man kann versuchen sich hier direkt bei Google für eine Anmeldung zu „bewerben“. Ansonsten ist es vielleicht(?) möglich Google+ zu joinen, wenn jemand, die das bereits hat, einen „invited“?! Sobald wir mehr wissen, werden wir was dazu sagen. Kennt jemand eine Methode, um sich direkt dort anzumelden, dann hören wir diese natürlich gerne.

Achso: Falls jemand herausfindet, welche Verbindung dieses Posts zum allgemeinen Thema dieses Blogs existiert, der möge dies unten in einem Kommentar festhalten ;)

Unfall bei Wetten-Dass und der Gesundheitszustand des Kandidaten

4. Dezember 2010

Es ist sehr traurig, dass bei der letzten Wetten-Dass Sendung ein Unfall passiert, bei der sich der Wettkandidat sichtlich verletzte. Gemäß letzten Informationen von Bild.de und wikipedia liegt der Wettkandidat im Krankenhaus, Gesundheitszustand unklar. Die Gerüchte, die auf Youtube kursieren möchten wir nicht weiter diskutieren.

In diesem Zusammenhang ist es vielleicht interessant sich über die menschliche Gefühlswelt Gedanken zu machen. Tagtäglich passieren viele Unfälle, Menschen sterben aufgrund von Unterernährung oder Gewaltverbrechen. Natürlich ist das, was diesen letzteren Menschen passiert nochmal extrem schlimmer, als das traurige Ereignis, welches dem Wettkandidaten widerfuhr. Schließlich können diese Personen für Ihr Unglück nichts dafür, während die Risiken bei gewissen bekannt sind.

Trotzdem bekommen die anderen Personen, die unverschuldet Unglück haben von uns kein wahres Mitgefühl oder Interesse. Warum? Natürlich gibt es darauf keine klare Antwort, aber sicherlich hat es damit etwas zu tun, dass diese letzteren Personen eben NICHT Teil unseres Lebens sind. Wir haben mit denen nicht zusammen Spaß oder durchlaufen mit Ihnen eine Wette.

Letzteres gibt viele interessante Punkte über die man nachdenken könnte. Dazu gehört sicher die altbekannte Frage zu welchem Grad der Mensch egoistisch ist und sich für andere Menschen nur insofern interessiert, wie es für sein eigenes Wohl von Bedeutung ist. Ein anderer Punkt sind die Medien, welche Ihre volle Zugkraft auf das Schicksal dieser Person lenken, weil das eben die Menschen interessiert (siehe erster Punkt) und deswegen Geld macht. Ein weiterer Punkt für Geschäftemacher/Politiker (oder beides) wäre es darüber nachzudenken inwiefern die offensichtliche Nichtrationalität beim Thema Mitfühlen und Interesse erzeugen beachtet werden sollte, wenn Produkte/politische Projekte verkauft werden. Alles interessante Punkte zum Nachdenken.

Wie dem auch sei, wir wünschen dem Wettkandidaten eine bestmögliche Genesung und hoffen, dass keine bleibenden Schäden zurück bleiben. Und genauso wünschen wir auch allen anderen Menschen, denen Unglück widerfahren ist einen für sie bestmöglichen Ausgang und alles Gute.

Stuttgart 21 Proteste sind zutiefst antidemokratisch

3. Oktober 2010

In einer repräsentativen Demokratie wählt das Volk alle x Jahre seine Vertreter und bevollmächtigt diese Entscheidungen zu treffen. Insofern hat das Volk in Baden-Württemberg/Stuttgart gewählt und damit auch das Projekt Stuttgart 21 beschlossen, welches ihre Vertreter nun durchsetzen möchten. Beide großen Parteien, CDU und SPD, waren dafür, während die SPD mittlerweile wohl einen Volksentscheid empfiehlt aufgrund der andauernden Proteste. Mehr Infos zu Stuttgart 21 gibt es bei wikipedia unter diesem Link.

Ob nun Stuttgart 21 Sinn macht oder nicht, wir haben keine Ahnung. Aber was die Proteste angeht:
Natürlich ist es ok, wenn Leute protestieren. Bisschen Luft raus lassen ist ja immer gut. Aber Proteste, bei denen man das Gesetz missachtet, indem man beispielsweise Bauarbeiter von ihren Arbeiten abhält, sind zutiefst antidemokratisch. Zumindest in einer repräsentativen Demokratie. Sie wenden sich gegen die Repräsentanten des Volkes und damit indirekt gegen das Volk selber. Wenn es wirklich eine so große Mehrheit gäbe, welche gegen Stuttgart 21 ist, dann könnten über entsprechende Prozesse die Entscheider im Landtag/Stadtrat abgesetzt werden. Das passiert aber nicht.

Wenn jeder Hans bei einer stadtplanerischen Maßnahme, die ihm nicht gefällt, sofort auf die Straße geht und die Bagger am schaufeln hindert, dann hat das nix mit Demokratie zu tun. Dann erhebt nämlich dieser Hans sein Urteilsvermögen, vielleicht auch seine egoistischen Interessen, auf jeden Fall aber seine eigenen Regeln über diejenigen der Gemeinschaft, die sich in Deutschland für eine repräsentative Demokratie entschieden hat, unabhängig ob das nun gut ist oder nicht.

Und das Projekt Stuttgart 21 im Zusammenhang mit der Polizei zu diskutieren und die Brutalität der letzteren dafür zu benutzen, ob es Sinn macht ersteres Projekt durchzuführen oder nicht, macht sicher am aller wenigsten Sinn.

Insofern könnte man vielleicht mal etwas mehr Besonnenheit an den Tag legen, tief durchatmen und dann schlucken, was das Volk gewählt hat.

Und zum Protest zu Stuttgart 21 liefert wikipedia auch eine Seite.

Sexismus: 150fache Diskriminierung von Männern in der Justiz, Teil II

26. September 2010

In Teil 1wurde auf ein Beispiel hingewiesen, bei der scheinbar eine 150fache Diskriminierung von Männern in der Justiz aufgedeckt wurde. Nun ein weiterer Hinweis, der wieder scheinbar auf das Gleiche hinweist (Quelle wikipedia):

In einem gleichen Zeitraum wurde in den USA an ca. 150 mal mehr (ja wieder recht genau die 150) Männern als Frauen die Todesstrafe vollstreckt. Die Todesstrafe selber wurde 50 mal mehr an Männer ausgesprochen als an Frauen.

Unser Punkt: In keinster Weise implizieren diese Statistiken, dass Männer 150 oder 50 mal härter bestraft werden als Frauen. Vergleiche Teil 1 dazu.

Die Reichen brauchen die Armen

26. September 2010

1 Millionen Euro haben für jemanden in Deutschland nur deswegen viel Wert, weil es unzählige Menschen gibt, die bereit sind für 10 Euro/Stunde zu arbeiten. Insofern repräsentieren diese 1 Millionen Euro ca. 100.000 Arbeiterstunden, die diejenige zu ihrem Nutzen verwenden kann. Hätten alle Menschen 1 Millionen Euro, so wäre dies nichts wert, weil dann keine für 10 Euro/Stunde arbeiten würde.

Insofern können reiche Leute froh sein, dass es eine Gesellschaftsordnung gibt (z.B. deutscher Staat), in der alle Menschen organisiert sind – insbesondere auch die Armen -, so dass das Geld, was sie besitzen, auch wirklichen Wert hat.

Im Gegenzug müssen sie zwar einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens hergeben (Steuern), aber dies ist für diese Personen sicher vorteilhafter, als dieses Gesellschaftssystem zu verlassen (und in der Tat will irgendwie jede, egal wie sehr sie sich über hohe Steuern beschwert, doch in einem der „modernen Länder“ leben, in der vergleichsweise hohe Steuersätze gelten, anstatt in Niedrigsteuerländern oder gar in nichtorganisierten System zu leben, z.B. dem Dschungel).

Was den Wohlstand angeht, so muss man letztendlich festhalten, dass der „Weltgesamtwohlstand“, der verteilt werden kann, erstmal fix ist. Es gibt ca. 7 Milliarden Menschen auf der Erde, also gibt es 7 Milliarden Menschenarbeitsjahre pro Jahr zu verteilen. Jeder Mensch bekommt also im Jahr im Durchschnitt einen Wohlstand von 1 Menschenarbeitsjahr (=1 Einheit). Wenn nun Person A in einem Jahr Dinge im Wert von 1,5 Einheiten konsumiert, dann MUSS grob gesprochen notwendigerweise jemand anderes nur 0,5 Einheiten bekommen haben. Anders geht es nicht. Und wenn jemand 10 Einheiten konsumiert, dann MÜSSEN grob gesprochen notwendigerweise 20 andere Personen nur 0,5 Einheiten konsumiert haben. Denn die Gesamtanzahl der Einheiten, die konsumiert werden können, ist fix.

Wenn jemand das Bedürfnis hat mehr als den Durchschnitt zu konsumieren, dann muss sich diese Person bewusst sein, dass sie implizit anderen Personen nur weniger als den Durchschnittskonsum gönnt.

Im Zusammenhang dieser Argumente mag man anführen, dass durch persönliche Anstrengungen und effizientere Arbeitsorganisation die Gesamtanzahl an zu konsumierenden Einheiten erhöht werden mag. Dies ändert aber nichts an der allgemeinen Problematik.

Beim Eisberg liegen ca. 7/8 unter und 1/8 der Masse über dem Wasserspiegel. Die Masse unterhalb des Wasserspiegels trägt sozusagen diejenige oberhalb. Vielleicht nicht nur dort.

Sexismus: 150fache Diskriminierung von Männern in der Justiz, Teil I

18. März 2010

Der Focus 53/2009 berichtet auf Seite 29, dass 473 Männer im Gegensatz zu nur 3 Frauen sich 2009 in Deutschland in Sicherungsverwahrung befanden. Eine Quote von sage und schreibe 1 Frau auf 157 Männer. Heißt dies, dass Männer 157 mal härter bestraft werden als Frauen? Haben wir gerade eine massive Diskriminierung in unserer Justiz entdeckt?

Nun, das würden zumindest so einige Frauenbeauftragten (Männerbeauftragte gibt es ja noch nicht) vehement und ausdrucksstark behaupten müssen, die aus anderen Statistiken auch schnell gerne eine Diskriminierung ablesen möchten. Beispiel: In diesem Spiegel-Artikel wird die Tatsache, dass Frauen 23 Prozent weniger Stundenlohn als Männer verdienen damit gleichgesetzt, dass diese diskriminiert werden.

Diese Folgerung aber ist ohne Weiteres problematisch. Um Gerechtigkeitsaussagen treffen zu können, müssten die Löhne multipliziert werden mit dem Ehrgeiz, Fleiß und den Fähigkeiten der einzelnen Personen bezüglich Geldverdienen. Wenn in Deutschland 10000 Jungs später CEO werden wollen im Gegensatz zu nur 1000 Mädchen, wäre es dann nicht extrem ungerecht, wenn später von diesen Gruppen 5 Jungen und 5 Mädchen dies erreichen? Gerechter wäre 9 Jungs und 1 Mädchen. Unterm Strich gilt festzuhalten: Statistiken können per Definition keine Ursache-Wirkung-Relationen begründen.

Zurück zu der 150fachen Diskriminierung von Männern. Wie wäre es mit folgender Begründung: Männer gehen einfach mehr Risiko ein und neigen zu Extrema. Dadurch stehen mehr von ihnen auf der absoluten Verliererseite und mehr von ihnen auf der absoluten Gewinnerseite. Und am Ende eben vielleicht 150 Mal mehr in Sicherungsverwahrung? Wenngleich dies sicherlich nicht die letzte Wahrheit sein mag, so macht das doch mehr Sinn als die Vermutung, dass Richter Männer 150 mal härter verurteilen würden als Frauen.

Darüber hinaus warf Lawrence Summers (ehemaliger Harvard-Präsident, Finanzminister und zur Zeit Wirtschafts-Zar in der Regierung Obama) diesbezüglich mal eine These in den Raum*. Sinngemäß ist dies folgende These, die wir persönlich jetzt nicht wissenschaftlich untersucht haben: Der durchschnittliche Wert der Fähigkeiten von Frauen und Männern mag identisch sein, Frauen haben aber womöglich eine geringere „Standardabweichung“. Dies bedeutet praktisch: Es gibt prozentual deutlich mehr extrem dumme und unfähige Männer als Frauen. Und das gleiche gilt auch für das andere Extrem, also deutlich mehr extrem schlaue und fähige Männer als Frauen.

*Siehe seine sehr interessante – zumindest jedoch für diese Thematik beeindruckend objektive – Rede zum Thema Diskriminierung von Frauen.


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